Komplementäre Methoden und allopathische Medizin

Der bekannte populärwissenschaftliche Schriftsteller Isaac Asimov bemerkte einst, als er sich über die allopathische Medizin Gedanken machte, dass einige Menschen der Meinung sind, dass Ärzte und Krankenschwestern gebratene Spiegeleier zurück in die Schale bringen könnten. Eine solche Einstellung steht für das blinde Vertrauen in die absolute Macht und Effizienz der konventionellen Medizin, sogar dann, wenn sie völlig machtlos ist und mit ihren Mitteln das Zerstörte nicht mehr herrichten kann und nicht mehr in der Lage ist, die verlorene Gesundheit wieder zurückzubringen. Die zu große Bedeutung, die der medikamentösen Lösung von gesundheitlichen Problemen beigemessen wird, hat die konventionelle Medizin von der holistischen Behandlungsweise des Patienten entfernt. Die konventionelle Medizin hat große Erfolge erzielt, vor allem in der Diagnostik, der Chirurgie und der Akutmedizin. Jedoch löst sie Probleme in der Regel symptomatisch. Es werden lediglich die Symptome bekämpft, wobei das grundlegende Problem nicht gelöst wird. Ein Symptom ist der verzweifelte Aufschrei unseres Körpers, dass etwas nicht in Ordnung ist. Und gerade hier benötigt die allopathische Medizin zwingend einen mächtigen Verbündeten, einen Mitarbeiter – und das sind die Methoden der Naturheilpraktik. Ganz ohne Konkurrenz und Rivalität. Bei dieser Aufgabe steht an erster Stelle der Mensch, die Sorge um die Gesundheit und Humanität. Die Naturheilpraktik bekämpft nicht das Symptom, sie macht es beim Heilungsprozess des ganzen Organismus eher zum Verbündeten.

Sogar Hippokrates, der Vater der Medizin, war der Meinung, dass es die heilige Pflicht des Arztes sei, zu verhindern, Schlechtes zu tun, wenn er mit seinem Wissen nicht mehr in der Lage ist, Gutes zu tun. Die Grenzen der eigenen Macht muss man spüren können.
Ich habe das Gefühl, dass die heutige konventionelle Medizin viel offener für eine Zusammenarbeit ist, viel ehrlicher ist in Bezug auf ihre begrenzten Möglichkeiten und viel mehr Flexibilität at, sich den Bedürfnissen des Menschen anzupassen.